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DIY Geschenke & Deko / Mirka

DIY-Idee: ein Hunde-Tipi selber machen

Haustier-Tipi einfach selbermachen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Haustier-Tipi ist eine gute Idee, wenn dein bester Freund sich gern zurückzieht und ein Körbchen nicht reicht. Ich zeige dir, wie du mit der Nähmaschine einen kleinen eigenen Raum gestalten kannst.

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Ihr neuer Lieblingsplatz: ein Tipi.

Die Idee für das Haustier-Tipi entstand mit der Beobachtung, dass sich unser kürzlich adoptierter spanischer Streuner gern unter Tischen und in Ecken verkriecht. Hauptsache es ist dunkel und schön kuschelig. Ich wollte ihr also einen festen Platz in der Wohnung installieren, quasi ein eigenes Zimmer, in das sie sich zurückziehen kann.

Ein Zelt für meinen Hund

Beim Durchstöbern des Internets nach wohnungstauglichen Hundehütten stieß ich entweder auf ästhetische Vollkatastrophen oder auf überteuerten Design-Schnickschnack. Das einzige, das mir wirklich gefallen hat, waren diese kleinen Katzen- und Hundetipis, die ich in allen möglichen Ausprägungen, Formen und Farben bei Dawanda und Etsy gefunden habe. Aber, no way, meine Maker-Ehre verbietet es mir natürlich, für 70 bis 100 Euro einfach eins zu kaufen. Auch wenn die teilweise wirklich verlockend schön waren.

Um mir das Vorhaben zu visualisieren, habe ich mich erst einmal mit Bleistiften, Papier und Tesafilm an einem Modell probiert. Als das einigermaßen erfolgversprechend aussah, habe ich nach passenden Materialien gesucht. Dass ich den perfekten Stoff fast griffbereit rumliegen hatte, verdanke ich einem ehemaligen Mitbewohner, der sich vor Jahren mal eine Gardine von mir auf Nimmerwiedersehen ausgeliehen hat, so dass ich seitdem das verwaiste Gegenstück mit mir herumgeschleppt habe. Es war eine alte, schwere Ikea-Gardine aus grob gewebtem naturweißen Stoff. Perfekt!

Am liebsten selbstgemacht: ein besonderes Hunde-Bett

Zuerst habe ich überlegt, ob ich den festen Stoff bedrucken sollte, ob ich ihn mit farbigem Baumwollstoff akzentuiere oder ob ich ein dezentes Muster aufmale. Ich habe mich dagegen entschieden. So etwas wie ein Tipi ist im Raum schon Hingucker genug, warum also noch großartig verzieren mit etwas, an dem man sich innerhalb weniger Wochen vielleicht ohnehin schon sattgesehen hat? Lieber schlicht halten und nur ein ganz bisschen Dekozeug verwenden.

Anleitung für dein Haustier-Tipi

Haustier-Tipi einfach selbermachen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ich habe also noch etwas schwarze Zackenlitze, ein paar Zierknöpfe, Schrägband, Kordel und Stickgarn aus den Beständen gekramt. Ein wenig Juteschnur hatte ich auch noch übrig, die Stäbe für das Gerüst habe ich schließlich günstig im Baumarkt bekommen. Ich konnte also zügig loslegen.

Aus der Gardine habe ich fünf gleichgroße Dreiecke geschnitten (ca. 60 cm x 120 cm), deren obersten 15 cm ich an der Spitze gerade abgeschnitten habe.

Haustier-Tipi einfach selbermachen mit Schritt-für-Schritt-AnleitungVier davon habe ich an den Längsseiten zusammengenäht.

Haustier-Tipi einfach selbermachen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Dabei habe ich immer im jeweils oberen und im unteren Viertel eine kurze Kordel eingenäht, damit ich damit später das Gestänge von Innen festbinden kann, um der ganzen Konstruktion mehr Halt zu geben. Als alle vier Teile zusammengenäht waren, habe ich auf der Außenseite im oberen Drittel die Zackenlitze zweireihig angebracht.

Haustier-Tipi einfach selbermachen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Haustier-Tipi einfach selbermachen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Aus dem verbleibenden Dreieck habe ich eine Öffnung geschnitten und deren Ränder vernäht. Ein paar Zierstiche und Knöpfe konnte ich mir dann doch nicht verkneifen und habe das Stoffstück dann schließlich, wie die anderen Teile, an der Längsseite festgenäht. Dann waren es nur noch wenige Schritte: die obere und die untere Kante mit Schrägband einfassen, die letzte Naht an der Längsseite schließen und alles auf rechts drehen – und fertig.

Haustier-Tipi einfach selbermachen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Haustier-Tipi einfach selbermachen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Aber, oje. Der schwierigste Teil kam danach. Die fünf Stangen, jeweils 120 cm hoch, wollten sich einfach nicht in einen gleichmäßigen „Strauß“ bringen lassen. Entweder standen die borstigen Stöcker in unterschiedlichen Winkeln zueinander, die Abstände am Boden waren nicht gleichmäßig – und wenn es dann doch endlich mal einigermaßen passte, fiel das Gebilde spätestens beim Versuch, alles zusammenzubinden auseinander. Ohne die Hilfe von zwei weiteren Händen? Forget it.

Irgendwann habe ich es mit meinem nicht minder fluchenden Freund hinbekommen. Er hat kleine Löcher in die Stangen gebohrt, um sie mit einem dünneren Faden zu fixieren. Das dicke Jutegarn habe ich dann nur noch zur Zierde drumgewickelt. Als alles soweit stand, konnte ich dem Gerippe die Zeltplane überstülpen, ein Kissen mit der Lieblingsdecke hineinlegen und, was soll ich sagen, fertig war Livis neuer place-to-be.

9 Kopie

2 Comments

  • Avatar
    Leandra
    29. Juli 2018 at 14:57

    Hey Mirka,
    das Hunde-Tipi gefällt mir unheimlich gut! Das ist sicherlich auch was für meine Hundedame.
    Kannst du mir verraten wie lang die Holzstangen sind?
    LG,
    Lea

    Reply
    • Avatar
      Silvi
      30. Juli 2018 at 9:56

      Liebe Lea,

      das freut uns sehr, wenn du das Zelt nachbasteln möchtest. Die Stangen haben eine Länge von 1,20 m.

      Viel Erfolg!

      Reply

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