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Silvi / Gut zu wissen

DIY-Technik kennenlernen: Siebdruck

Wanddeko mit Siebdruck und Betonvase

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Anfang des Jahres hatte Mirka für ein paar Monate eine kleine Siebdruck-Werkstatt und ich durfte auch mal vorbei kommen und ein bisschen rumsauen. Siebdruck ist eine der DIY-Techniken, die mich am meisten faszinieren. Man ist so nah dran an jedem Schritt und am Ende hat man einen Druck, den man selbst gemacht hat – nicht so abstrakt wie zum Beispiel ein Drucker, der ein fertiges Bild ausspuckt, ohne dass ich weiß, was da passiert.

Wie Siebdruck genau geht, erklärt Mirka in ihrem Wissensbeitrag.

Siebdruck für Anfänger

Eigentlich ist die Kategorie “Mein erstes Mal” nicht ganz korrekt. Einmal hab ich bereits im Rahmen eines Workshops gesiebdruckt. Aber das ist mittlerweile schon so lange her, dass ich nur noch weiß, dass es DIE Rakel ist. Das war dem damaligen Workshop-Leiter äußerst wichtig. Viel mehr hab ich mir irgendwie nicht gemerkt. Achso doch, dass es mir voll Spaß gemacht hat!

Als ich in der Werkstatt ankam, wollte ich sofort loslegen und drucken und drucken und drucken. Mirka hat mir aber gleich den Wind aus den Segeln genommen. Was mir nämlich irgendwie entfallen ist: Siebdruck braucht seine Zeit!

Die Vorbereitungen dauern verhältnismäßig lange – für mich daher ideal, um mein Gehetze etwas zu therapieren und Geduld zu üben – aber wenn alles vorbereitet ist und es ans Drucken geht, dann geht es ruckizucki. Siebdruck ist ideal, um größere Mengen mit dem gleichen Motiv zu drucken. Zum Beispiel Jute-Beutel oder Shirts. Wenn man ein Motiv nur einmal drucken möchte, ist Siebdruck unter Umständen nicht das richtige Medium. (Das kommt natürlich immer auf den Anspruch und das Vorhaben an!) Die Hunde warten auch schon mal geduldig…

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Auf die richtige Siebdruck-Vorlage kommt es an

Zunächst braucht man eine sehr gute Vorlage, um das Sieb mit dem Motiv zu belichten. Meine mitgebrachten bedruckten Folien, waren leider nicht so gut. Weil das Schwarz nicht deckend genug war, es kam also noch Licht durch. Ein so belichtetes Sieb hätte keine guten Ergebnisse geliefert. Also haben wir den nächsten Copy-Shop gesucht und noch einmal Folien mit meinen Motiven drucken lassen.

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Als die Vorlagen gut genug waren – das Schwarz also kein Licht mehr durch gelassen hat – konnten die Siebe belichtet werden. Mirka war so lieb und hatte bereits Siebe mit der Fotoschicht vorbereitet, so dass wir gleich ans Belichten gehen konnten. Das dauert sonst nämlich noch mal zusätzlich!

Nach dem Belichten wird es spannend: Jetzt muss das Sieb gespült werden und wenn alles richtig läuft, würde an den Stellen des Motives (wo die Vorlage schwarz ist) die Fotoschicht leicht abzuspülen sein. Die Maschen des Siebes waren nun also farbdurchlässig und mein Sieb fertig. (Noch einmal belichten, um es widerstandsfähiger zu machen!)

muckout-diy-siebdruck (2)Nur noch einmal kritisch gegen das Licht halten und schauen, dass auch alles passt!muckout-diy-siebdruck (3)

Jetzt wird aber endlich gedruckt!

Ach nee! Vorher muss man ja seine Druckmedien vorbereiten. Ich wollte auf einfachen Baumwollstoff drucken, um im Nachgang Wand-Deko herzustellen. Da ich beim Stofftransport kein bisschen vorsichtig war, musste ich erst mal bügeln. Viel.

muckout-diy-siebdruck (8)Jetzt aber los!

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Ich hatte zwei Motive vorbereitet: einen Bären und einen Skalar. Außerdem hatte ich auch verschiedene Stoffreste mitgebracht, um etwas mit Mustern zu experimentieren. Da ich Wand-Deko herstellen wollte und keine Shirts oder Beutel, die waschbar sein müssen, konnte ich außerdem unsere ganzen kleinen Acryl-Farb-Reste gut aufbrauchen.

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Es braucht ein bisschen Übung, die Rakel im richtigen Winkel über das Sieb zu ziehen und so für einen gleichmäßig satten Farbauftrag zu sorgen.

muckout-diy-siebdruck (11)Wenn man den Dreh aber erst mal raus hat, geht das Drucken wie im Wahn und man findet gar nicht genug Plätze, um die fertigen Drucke zum Trocknen abzulegen.

muckout-diy-siebdruck (12)Es geht auch mal was schief: muckout-diy-siebdruck (5)

Wenn man ein Motiv immer mal wieder drucken möchte, kann man das Sieb reinigen und wegstellen bis zum nächsten Mal. Das war in meinem Fall aber natürlich nicht möglich, da ich erst mal keinen Zugang zu einer Siebdruck-Ausrüstung haben werde, also konnte ich die Siebe nicht einfach blocken.

Mit etwas Chemie und dem Hochdruckreiniger habe ich dann schweren Herzens meine Siebe gelöscht.

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Mit den Ergebnissen bin ich super happy. Ich konnte genug drucken, um meine Wohnung zu dekorieren. Unsere Foto-Accessoires wurden erweitert (ihr werdet die immer mal wieder in Blog-Beiträgen sehen). Und auf dem ein oder anderen Markt haben wir die fertigen Wandhänger auch schon verkauft.

Jenny und ich träumen schon länger davon, unsere Kreativ-Werkstatt um eine Siebdruck-Ausrüstung zu erweitern. Wir würden nicht nur gerne für uns selbst drucken können, sondern auch Workshops geben (allerdings müsste ich dazu noch etwas üben!)

Hilfreiche Tipps findest du außerdem im Siebdruck Blog.

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