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Einrichtungs-Tipps: Dekorieren mit Sukkulenten

Wenn ich eine Pflanze sein könnte, wäre ich gern eine Sukkulente: Genügsam, bescheiden, anspruchslos, vielseitig. Und natürlich: dickfleischig zu sein gehört zum guten Ton.

Seit ein paar Jahren feiern die knubbeligen Wasserspeicher-Wunder ein anhaltendes Comeback. Vorher waren sie eher Pflanzen, die man bei alten Tanten antraf – zusammen mit einem Kaktus auf dem Telefontischchen im Wohnzimmer. Im Sprachgebrauch unterscheidet man zwar zwischen beiden, Kakteen sind aber immer Sukkulenten. Umgekehrt gilt aber nicht, dass alle Sukkulenten Kakteen sind. Der Unterschied besteht nicht nur in den Stacheln, sondern vor allem in der Herkunft: Kakteen kommen ursprünglich aus den trockenen Gebieten Amerikas, Sukkulenten stammen aus Afrika.

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Sukkulente ist auch nicht gleich Sukkulente. Je nachdem, wo sie das Wasser speichern, unterscheidet man zwischen Blatt-, Stamm- und Wurzelsukkulenten. Dabei ist die Sukkulente nicht eine eigene Gattung, sondern sie kommen in vielen, vielen, unzähligen Pflanzenfamilien und -gattungen vor. Manche sind giftig, zum Beispiel die Wolfsmilchgewächse, andere dagegen sind richtige Pflege- und Heilmittel, die bekannteste ist wohl die Aloe vera.

Arrangieren und Inszenieren

Sukkulenten eignen sich wunderbar zum Dekorieren, weil sie in den unterschiedlichsten Farben und Formen vorkommen. Da sie in vielen Fällen ähnliche Ansprüche haben (bei Unsicherheit vielleicht lieber den Händler fragen), kann man sie toll miteinander kombinieren, sei es in einem größeren Arrangement auf einem Beistelltisch, oder klassisch nebeneinander in vielen einzelnen Töpfen auf der Fensterbank. Ob in verschieden großen, aber einfarbigen Gefäßen oder in einer bunten Collage aus dem, was man eben so da hat – wenn man unterschiedliche Pflanzen hat, ergeben sich richtig faszinierende Stillleben.

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Weil Sukkulenten sehr genügsam sind, gedeihen kleine Pflanzen auch auf kleinem Raum. Man kann einen Korken aushöhlen und mit einer Minipflanze bestücken, man kann sie als Partydeko in Eierschalen oder in ausgediente Glühbirnen pflanzen. In geometrischen Miniterrarien oder Glaskugeln werden sie richtiggehend inszeniert. Wieso nicht eigene Pflanzgefäße aus Beton gießen? In Kombination mit alten Kisten (zum Beispiel aus Palettenholz) bekommen sie eher einen rustikalen Touch, in Weckgläsern sorgen sie mit ihrer sanften Pastellfärbung für einen dezenten Vintage-Stil. Ob draußen im Steingarten oder als sogenannter Vertical Garden auf dem Balkon – durch ihre kurzen Wurzeln haben Sukkulenten genügend Halt für Mauern oder in der Senkrechten. Man kann wirklich enorm mit den Allroundern experimentieren und es wird immer toll aussehen!

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Tipps zur Pflege von Sukkulenten

So robust Sukkulenten auch sind, unkaputtbar sind sie nicht. Sie mögen es unbedingt sonnig! Die ursprünglichen Wüstenbewohner sind gleichzeitig die niedrigen Temperaturen der Nacht gewohnt, so dass sie nach dem letzten Frost auch problemlos auf den Balkon oder auf die Terrasse gestellt werden können. Für einen schattigen Nordbalkon allerdings eignen sich die Knubbelpflanzen eher nicht. Je heller sie stehen, desto besser gedeihen sie. Aber bitte nicht verzweifeln, wenn sie trotz Sonne nicht gerade expandieren, Sukkulenten und Kakteen wachsen eher langsam.

Ein sicheres Todesurteil für Sukkulenten ist zu viel Wasser. Einmal die Woche gießen reicht völlig aus – im Winter können schon mal zwei/drei Wochen vergehen. Bevor die Pflanze das nächste Mal gegossen wird, sollte die Erde vollständig ausgetrocknet sein. Es gibt spezielles Kakteen- und Sukkulenten-Substrat, das sehr durchlässig ist und das die Bedürfnisse ideal befriedigt. Um Stauwasser zu vermeiden, eignen sich durchlässige Pfanztöpfe aus Plastik super, die man dann in schönere Keramik-Übertöpfe stellen kann. Beim Gießen sammelt sich so das überschüssige Wasser im Übertopf, das man dann einfach wegschütten kann. Bei Terrakotta-Töpfen unbedingt darauf achten, dass ein Abflussloch vorhanden ist. Am besten füllt man als Drainage nach einer Kieselsteinschicht noch etwas Sand in den Topf, bevor man ihn mit der Erde auffüllt. So bleiben die Wurzel-Füße in jedem Fall im Trockenen und du kannst dich noch lange an deinen knubbeligen Mitbewohnern erfreuen.

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